AKTIEN. - John Law. - "Quinquempoix". Satirisches Flugblatt auf die in der Rue Quinquenpoix in Paris von John Law's Bank ausgegebenen Aktien der "Compagnie d'occident": Auf einem großen Platz vor der Bank hat sich eine empörte Menschenmen

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48EG

"Quinquempoix". Satirisches Flugblatt auf die in der Rue Quinquenpoix in Paris von John Law's Bank ausgegebenen Aktien der "Compagnie d'occident": Auf einem großen Platz vor der Bank hat sich eine empörte Menschenmenge versammelt, die auf Zetteln (anstelle von Sprechblasen) ihr Unglück beim Aktienkauf der sog. "Mississippi-Gesellschaft" beklagt. Über dieser wie ein Plakatanschlag gedruckten Szene eine Ansicht der Tuilerien vor denen zwei ohnmächtige Aktionäre weggetragen werden, mit der Überschrift (in Holländisch): "Auf- und Untergang der Aktionäre", darüber im Oval ein Portrait John Law's der eine dieser Mississippi-Aktien in der Hand hält, der Rahmen gehalten von einem Affen, rechts und links im Rund eine sog. "Mohrenwäsche" bzw. ein Glücksrad, in den oberen Ecken links ein Handelsschiff, rechts eine Ansicht von Amsterdam. Links unten sitzt Merkur vor einem verschnürten Ballen Aktien und Papiergeld mit der Aufschrift (in Holländisch): "Papier und Wind zum Kauf". Im Unterrand 7-spaltiges Gedicht zu je 18 Zeilen in Holländisch.

Kupferstich, 1720, 34 x 38 cm.

Law betrieb seit 1715 in Paris einen schwunghaften Handel mit überbewerteten Aktien und gab mit staatlicher Erlaubnis nicht gedecktes Papiergeld aus. 1720 kam der Zusammenbruch, bei dem viele Leute viel Geld verloren. - Alt aufgezogen.

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Slava Yurthev Copyright Peter Bierl Buch- & Kunstantiquariat