DANIEL HOPFER (1470 - 1536). - Die Rache des Vergil oder Vergil im Korb. Die Darstellung zeigt im Vordergrund eine auf einem Podest stehende nackte Frau, an der die Bürger*innen der Stadt sich eine Fackel entzünden. Im Hintergrund sieht

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44585EG

DANIEL HOPFER (1470 - 1536).

Die Rache des Vergil oder Vergil im Korb. Die Darstellung zeigt im Vordergrund eine auf einem Podest stehende nackte Frau, an der die Bürger*innen der Stadt sich eine Fackel entzünden. Im Hintergrund sieht der Betrachter die Vorgeschichte: die Frau lässt ihren Verehrer in halber Höhe zu ihrem Kammerfenster in einem Korb baumeln.

Eisenradierung (Ätzradierung) von D. Hopfer bei D. Funck, monogr. und num. "213 FDH", um 1535, 9,5 x 6,5 cm.

The British Museum 1845,0809.1337; Hollstein 59, II; Bartsch VIII. 486.51. - Späterer Abzug von der Originalplatte. - Der Nürnberger Verleger David Funck (1642-1709), ein entfernter Verwandter der Hopfers kaufte im 17. Jahrhundert 230 Platten von der Familie Hopfer auf, versah jede in grober Manier mit einer Nummer (und seiner Initiale vor Hopfers Monogramm) und brachte von diesen durchnummerierten Platten Abzüge in Umlauf. In den Nachschlagwerken und Sammlungen werden diese Abzüge, im Unterschied zu den ersten Drucken (Zustand I), als Zustand II bezeichnet (Zitat Wikipedia). Der gelernte Waffenätzer Hopfer gilt als Erfinder der Ätzradierung. - Der Sage nach, verliebt sich der Zauberer Vergil und besteigt nachts unbekleidet den von seiner Angebeteten herabgelassenen Korb. Die Frau zieht den Korb allerdings nur bis zur Hälfte nach oben und liefert ihn auf diese Weise dem Spott der Bürger aus. Aus Rache löscht der Zauberer tags darauf alle Feuer der Stadt und zwingt die Frau sich unbekleidet auf den Marktplatz zu stellen, damit sich die Bürger eine Fackel an ihr entzünden können. - Alt auf ein Büttenpapier montiert.

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Slava Yurthev Copyright Peter Bierl Buch- & Kunstantiquariat